Gates Jet
since 1982
Fiktive Fluggesellschaft :-)
Die fiktive Fluggesellschaft "GATES JET"
1982
Gates Jet wurde am 26. November 1982 von einem Geschäftsmann aus Milwaukee gegründet, der seinen fast ausgedienten Learjet35
mit Charterflügen noch auslasten wollte. Schon nach einigen Jahren entwickelte sich aus dieser Idee eine kleine Fluggesellschaft,
die mit einer Handvoll Cessnas verschiedener Bauarten Personen, Fracht- und Postflüge sowie Charterverkehr von der
Homebase Chicago Meigs Field aus führte und in der Hauptsache Milwaukee und weitere Ziele im mittleren und südlichen Raum des Lake
Michigan (wie South Haven, Grand Rapids oder Michigan City) bediente. Mit dem Erstflug des Learjets nach New York (Flughafen
Westhampton Beach) am 19. Juli 1984 war ein erster Schritt zu höheren Zielen gegangen.
1983 - 1989
Bis Ende der achtziger Jahre machte die Gesellschaft ihre ersten Expansionsschritte. Die Flotte an verschiedenen Cessnas wurde
auf vierzehn Maschinen ausgebaut, zwei weitere Learjets kamen hinzu. Mittlerweile hatte sich die Gesellschaft einen Namen im
Großraum Chicago gemacht und so kaufte Gatesjet am 16. Oktober 1988 zwei gebrauchte Boing 737. Diese flogen ab Anfang 1989
Linie nach New York Westhampton Beach, St. Louis, Detroit sowie das kanadische Hebron und durften mit Sondergenehmigung der
Luftfahrtbehörden auch von Meigs aus starten und landen. Gelegentlich wurden diese Flüge schon damals auch von
Chicago O`Hare aus bedient.
1992
Das Jahr 1992 kann für Gates Jet als Durchbruch zu einer echten Fluggesellschaft angesehen werden. Mit nun acht Boing 737
wurde der mittlere und östliche Teil der USA mit Linienflügen bedient und durch zwei gebraucht gekaufte Boing 767 konnten
am 1. Oktober 1993 Los Angeles und San Franzisko in die Linie aufgenommen werden. Es folgte kurz darauf Miami mit
Zwischenlandung New Orleans. Mehr und mehr verlagerte sich das Jet-Geschäft nach Chicago O`Hare, während von Meigs aus
weiterhin Kleinflugzeuge starteten und landeten. Am 12. September 1996 überquert erstmals eine Gates Jet 767 den Antlantik und
landet bei der am 2. September 1994 gegründeten deutschen Tochter in dessen damaliger ersten Homebase Hamburg. Noch bis 1999
kamen in Linie neben Hamburg auch London, Paris sowie saisonal Rom, Madrid, Wien und Moskau als europäische Ziele in den
Flugplan.
1994
Am 2. September 1994 wird die deutsche Tochter von Gates Jet mit Homebase Hamburg gegründet. Die ersten Flüge wurden
noch im gleichen Jahr innerdeutsch mit zwei A319 nach Berlin-Tegel und München, mit einer Cessna nach Borkum, sowie mit
einem Learjet, der auch für individuelle Charterflüge angeboten wurde, mit Hauptzielen München und Mallorca ausgeführt.
In den ersten Jahren hat die Gesellschaft dann folgende Flugzeuge im Pool: A310, A319, A320, Dash8 und für den Charter diverse
Cessnas und zwei Learjets. In der Hauptsache werden Berlin Tegel und München angeflogen und diverse Querverkehre wie
Augsburg/München und Stuttgart/München durchgeführt. International gehen nach und nach folgende Ziele in den Flugplan:
Lissabon, London, Stockholm, Paris, Palma de Mallorca.
Zwischenfall 2. Januar 1996
Am 2. Januar 1996 verursacht eine Grand Caravan beim Anflug auf Michigan City eine Bruchlandung und muss verschrottet werden.
Dabei wurden zwei Passagiere und der Pilot leicht verletzt.
1996
Am 12. September 1996 landet erstmals eine Gatesjet B767 aus Chicago in Hamburg.
Ab 1996 (bis 2018) betreibt die Gesellschaft mit einer Cessna Personen-/Fracht- und Postverkehr auf allen Nordeeinseln,
ausgehend von Harle. Bis zum 30. Juni 2013 verbleibt die Gesellschaft auf der Homebase in Hamburg. In dieser Zeit wurde der
Flugplan weiter entwickelt. Das feste innerdeutsche Flugnetz wurde mit Berlin Tegel, München, Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf,
Köln, Dresden und Leipzig bedient. Weitere Metropolziele wurden saisonal angeflogen: London, Paris, Rom, Madrid und Wien.
Sommerziele waren Palma de Mallorca, Split, Antalia und Rimini, klassische Winterziele Innsbruck, Zürich, Graz, Klagenfurt,
Ljubljana und Chambery. Mittelstrecken ähnliche Linien: Teneriffa, Moskau, Keflavik, Kairo und Madeira. Die Langstrecken
Chicago O`Hare (bis Januar 2013 ab und an Hamburg), N.Y. und L.A. wurden von der amerikanischen Schwester von Frankfurt/M.
aus bedient.
Zwischenfall 29. August 1997
29. August 1997: Eine B767-200, Nachtflug 9908 von Chicago nach San Franzisco, stürzte in der Endphase des Fluges südöstlich
von Sacramento in das Gebirgsmassiv des Tower Peak. Alle 198 Passagiere und die acht Besatzungsmitglieder kamen dabei um´S
Leben. Sehr schnell wurde jedoch klar, dass die Maschine von der Flugsicherung katastrophal falsch gelotst wurde und sich die
auf dieser Route relativ unerfahrenen Piloten darauf verlassen hatten. GJ wurde bereits zwei Monate später offiziell
rehabilitiert.
2000
Zum 1. Januar 2000 wechselte Gates Jet offiziell zur neuen Homebase nach Chicago O`Hare. Mit Schließung von Chicago Meigs
Field (2003) gab Gates Jet das komplette Cessna-Geschäft für den Personenverkehr auf und reduzierte das Angebot für Charter-
und Geschäftsreisende auf fünf Learjets, die in O`Hare stationiert waren. Von Mitte 2001 bis Ende 2002 flog die Gesellschaft
mit Cessnas Transferflüge von Meigs nach O`Hare um somit ihre Passagiere zu den Jets zu bringen. Fortan wurden die
Cessnas ansonsten nur noch als kleine Frachtmaschinen eingesetzt.
2002
Nach überstandenem 9/11 bewegte sich Gates Jet Chicago mit der Homebase Chicago O`Hare auf seinen Zenit zu. Hauptgründe
waren die Erweiterungen des Flugzeugpools im Bereich Boing 737, Boing 767 und vor allem Boing 747, von denen zwei gekauft
und zwei geleast wurden. So entwickelte sich das Streckennetz rasch weiter.
2005
Folgende Linien wurden 2005 geflogen: New York Flughafen Westhampton Beach (ab 1. Januar 2007 JFK), Detroit, St.
Louis, Hebron (Canada, am 10. April 2012 eingestellt), Miami über New Orleans (ab 26. November 2006 nur noch direkt Miami),
Madison, Atlanta, Minneapolis, Denver, Las Vegas, Dallas, Phoenix, Vancouver, Houston, Washington, Nashville, Winnipeg,
Albuquerque, Montreal, Los Angeles und San Franzisko. Europäische Linienziele waren Frankfurt/Main, London und Paris,
saisonal ging es auch weiterhin nach Rom und Moskau. Langstrecke wurde nach Tokio, Peking, Honolulu, Seoul, Shanghai, Sydney,
Bangkok, Mumbay, Kapstadt und Montevideo geflogen.
Der Flugzeugpool in dieser Zeit: Neben den Boing 747 kamen Boing 777, Boing 787, Boing 767, zahlreiche B737, De Havilland
DHC-8, Embraer-E-Jets von den Typen 170 und 190 für die verschiedenen Destinationen zum Einsatz. 2015 entwickelt die
Gesellschaft neben den Cessna Fracht- und Postflügen für den Lake Michigan, eine große Frachtsparte, die mit MD11-Maschinen
und umgebauten Boing 747-Fliegern nahezu den gesamten amerikanischen Raum und Teile von Europa und Asien auf Charterbasis
bediente.
2006 bis 2014
An den Flugplänen änderte sich dann nahezu nichts. Zwischen 2012 und 2014 etablierte die Gesellschaft noch einige
inneramerikanische Querverkehre, losgelöst von der Homebase O`Hare, die in der Regel mit den Embraerjets oder den Maschinen
von De Havilland geflogen wurden: Los Angeles <-> San Franzisko, New York <-> Washington, Detroit <-> Montreal,
San Franzisko <-> Vancouver, Los Angeles <-> Las Vegas sowie Denver <-> Dallas.
2006 bis 2009 gibt es die erste Langstrecke von Gates Jet Germany nach Punta Cana (DomRep), die mit einem A310-300 geflogen
wurde.
2013
Zum 1. Juli 2013 wechselte Gatesjet die Basis nach Frankfurt und ab diesem Moment an vergrösserten sich Flugziele und
Flugzeugpool erheblich. In Frankfurt wurden anfangs in der Hauptsache A320-Flieger für folgende Ziele eingesetzt:
Berlin-Tegel, Stuttgart, München, Wien, Paris, Mallorca, London City, Rom, Madrid (auch von Stuttgart aus), Zürich (auch von
Stuttgart aus), Innsbruck, Bozen, Verona, Turin, Salzburg. Es gab einen Querverkehr (Stuttgart/München) und drei
Mittelstrecken (Alta, Kairo, Keflavik) sowie eine mit dem A340 geflogene Langstrecke nach New York JFK. O`Hare oder andere
US-Ziele standen bis zum erneuten Homebasewechsel (14.11.2014 nach Stuttgart) nicht auf dem Flugplan. Diese wurden nach wie
vor von den Kollegen aus O`Hare bedient. Mit gebraucht gekauften MD11, die in Finkenwerder zum Frachter umgebaut wurden,
wurde zudem ein Teil des europäischen Frachtnetzes ab 2014 von Hamburg, vom Hahn, Stuttgart und von Leipzig aus geflogen.
Hierzu ging Gatesjet eine Kooperation mit einem großen deutschen Frachtträger ein. Schon 2014 wechselte Gates Jet erneut die
Base und ging nach Stuttgart.
2014
Am 14. November 2014 war Gatesjet erstmals in Stuttgart beheimatet und legte mit vielen Zielen und Flugzeugen einen
großen Flugplan vor. Im Verlauf dieser "Stuttgarter Phase" explodierten Flugziele, vor allem aber der Flugzeugpool.
Innerdeutsch wurden Berlin Tegel, Frankfurt, Hamburg, Münster, Düsseldorf, Bremen, Leipzig, Frankfurt-Hahn, München, Dresden,
Nürnberg und Köln/Bonn angeflogen. Auf dem Winterflugplan standen Innsbruck, Salzburg, Verona, Klagenfurt, Turin, Grenoble
und Bozen. Weitere Urlaubsflieger gingen nach Mallorca und Westerland, Metropolflüge wurden London Heathrow, Paris, Zürich,
Wien, Rom, Amsterdam, Brüssel, Lissabon, Oslo, Prag und Madrid. Mittelstrecken ähnliche Ziele: Alta (Nordcap), Kairo, Keflavik.
Langstrecke: Chicago, Honolulu, N.Y. Intl, San Franzisko und Kapstadt. Hierfür wurden A340-Maschinen eingesetzt. Der Flughafen
Stuttgart war für diese Aufgaben jedoch nicht ausgerichtet.
Bis zum 31. Dezember 2020 bediente Gates Jet von Stuttgart aus nahezu alle großen deutschen Flughäfen (über 20 Ziele), nahezu alle
europäischen Hauptstädte (28 Ziele) und saisonal alle wichtigen europäischen Sommer- wie Winterziele (20 bzw. 22 Ziele).
Täglich Ziele waren Berlin, Hamburg, London, Paris, Wien, Amsterdam, Zürich, Istanbul und Palma de Mallorca. Die anderen
Planziele wurden unregelmässig oder saisonal angeflogen. Elf Mittelstrecken ähnliche Ziele sogar bis nach Teheran oder Kairo
standen zur Verfügung und wurden mit einigen A321 oder den drei verfügbaren A330-Fliegern geflogen. Es gab gar 22
Langstreckenziele in alle Welt. Hierfür wurden zwei A380, zwei A340, zwei B747 und ein A350 (ab 2016) eingesetzt, die sowohl
von Stuttgart als auch von Frankfurt aus starteten. Ungefähr 25 sonstige europäische und Regionalziele rundeten das Angebot
ab. Geflogen wurde von 2018 bis 2019 auch die "Balearen-Linie" Barcelona, Ibiza, Mallorca, Menorca in verschiedenen Abläufen.
Außerhalb dieses Rahmens führte GJ zwischen 2015 und 2020 von Stuttgart aus mit einem dafür eigens umgebauten A330
(Kabine) sechs Welttouren durch, welche bis zu acht Wochen dauerten und attraktive Ziele weltweit bedienten. Weiterhin
beflog die Gesellschaft von Barcelona aus die Balearen (2017-2019), flog Ziele des Biathlon-WC an, beförderte Anhänger des
VfB Stuttgart zu Auswärtsspielen und war auch für Bundeswehr-Soldatentransport innerhalb Deutschlands zuständig. Gates Jet
unterstützte Bhutan Airlines ab dem 22. Januar 2016 mit einem A319 auf der anspruchsvollen Linie Kathmandu nach Paro (bis
Sommer 2019) und 2018/2019 TAP Portugal mit einer hierfür völlig überdimensionierten B737 auf dem Linienhüpfer Madeira nach
Porto Santo.
Zudem versuchte Stuttgart einige Sonderlinien zu etablieren. So zum Beispiel Barcelona/Mallorca, Friedrichshafen/
Sankt Gallen, Linz/Innsbruck, Bozen/Innsbruck oder touristischen Rundflüge von Mallorca, bei Rimini und auf Honolulu.
Zwischenfall 6. Juli 2016
Am 6. Juli 2016 vergisst der Pilot des Fluges GJ 603 von Stuttgart nach Bornholm bei der Landung mit einer Fokker 100 das
Fahrwerk auszufahren (48 Tote, darunter beide Piloten, 53 Leicht- und Schwerverletzte, 1 Person blieb unverletzt).
2017
Am 15. Oktober 2017 gingen weitere MD11-Flieger zum Umbau als Frachtflieger nach Finkenwerder. In der Kooperation mit der
großen deutschen Frachtgesellschaft flog Gates Jet von Stuttgart, vom Hahn und Leipzig europäische Frachtflüge. Hauptziel war
Bologna. Zum 31. Dezember 2020 wurde die deutsche Frachtsparte komplett verkauft und eingestellt. Gleiches für die seit 1998
durchgeführte kleine Personen- und Postfliegerei mit einer Mooney Bravo für die gesamten Nordseeinseln. Für 2019 entschieden
Gates Jet Chicago und Stuttgart, dass sämtliche Boings nur noch in den Staaten ihre Homebase haben sollen. So wurde am
10. September 2019 die letzte 737 nach den USA überführt, am 17. Oktober 2020 verließ die letzte 767 die deutsche Base, einen
Tag später die letzte 747. Zudem trennte sich Gates Jet Deutland noch im Jahre 2019 in eventueller Corona-Vorahnung von allen
Großraumflugzeugen A380, A340, A350 und B747. Die reduzierte Langstrecke wurde nur noch durch die drei verfügbaren A330 bedient.
Am 31. Oktober 2020 stellte die Gesellschaft ihre drei A321 auf dem Flugplatz Diepholz ab.
Von 2017 bis zum Coronastart 2020 fliegt Chicago sogenannte "lange Runden", z.B. Chicago - L.A. - Honolulu oder Chicago -
Westhampton Beach - Kangerlussuaq. Die meisten dieser Linien werden nach drei Jahren wieder eingestellt.
Zwischenfall 8. Juli 2017
Am 8. Juli 2017 wird auf dem Flughafen Palermo (Flug GJ 606) ein Fahrgast, der beim verlassen des Flugzeuges die
herangerollte Fahrgasttreppe betreten hatte, aus größerer Entfernung erschossen. Die Täter konnten nie ermittelt werden.
Zwischenfall 12. Dezember 2018
Am 12. Dezember 2018 lässt sich auf dem Flug GJ 621, Genua nach Stuttgart bei einer B737 das Fahrwerk nicht einfahren. Die
Maschine absolviert den Flug sicher bis zur Landung.
2018
Am 31. Dezember 2018 verkauft Gates Jet seine komplette Frachtsparte, inklusive aller Flugzeuge (vor allem MD11 sowie einige
umgebaute B747-200) und sagte sich somit vom Frachtgeschäft los. Zwei MD11-Fracht-Flieger waren 2014 nach Deutschland zur
deutschen Gates Jet Tochter überführt worden. Ebenfalls in diesem Jahr wird der europäische Personen-/Fracht- und Postverkehr
auf allen Nordeeinseln eingestellt.
Zwischenfall 10. März 2019
Am 10. März 2019 muss eine A380 (Flug GJ 909) beim Start des Fluges Dubai nach Frankfurt den Start abrrechen, da zwei
Triebwerke ausgefallen waren.
Zwischenfall 23. Juli 2019
Am 23. Juli 2019 stürzt eine ERJ 170 drei Minuten nach dem Start in Nizza (Ziel Stuttgart, Flug GJ 616) wegen Spritmangel
in das Mittelmeer. Alle 65 Personen an Bord sterben.
Zwischenfall 18. Januar 2020
Am 18. Januar 2020 bricht eine A320 den Start des Fluges GJ 817 von Stuttgart nach Joensuu wegen technischer Mängel ab.
Zwischenfall 28. September 2020
Am 28. September 2020 fällt bei einer A320 auf dem Flug von Berlin Tegel nach Stuttgart (GJ 101) bei Leipzig die komplette
GPS und ILS-Steuerung aus. Die Maschine kehrt nach Tegel zurück und landet dort sicher.
2020
Während Corona beflog Gates Jet unter strengen Auflagen und Einschränkungen lediglich die Linien O`Hare nach New York (737)
und O`Hare Los Angeles (B767). Ab Anfang 2022 konnte der Flugbetrieb nach und nach wieder aktiviert werden. Klar war jedoch,
dass die Gesellschaft aktuell nicht mehr die alte Größe erreichen würde. In dieser Zeit schiffte Gates Jet seinen kompletten
Bestand an DHC-8 und Embraer-Fliegern sowie zwei der vier B747 aus dem Pool aus und stellte sie zum Verkauf mit Option
Verschrottung.
Schon mitten in der Coronazeit gab Gates Jet Germany am 1. Juli 2020 bekannt, dass die Gesellschaft zum 1. Januar 2021 wieder
nach Frankfurt wechselt. Einher damit gingen weitere Streichungen von ganzen Sparten an Flugzeugtypen.
Während Corona versuchte Gates Jet mit einer Vielzahl von Querverkehren (23 Linien, die teilweise täglich, teilweise
unregelmässig beflogen wurden) die notwendigerweise immer kleiner werdende Flotte auszulasten. Hierzu wurden eigens 12
nagelneue Embrear ERJ170 City-Hopper zugekauft. Als prominenteste Verbindungen sind zu nennen: Paris/Chambery, München/Wien,
Hamburg/London, London/Paris, Oslo/Stockholm, Gibraltar/Casablanca oder Madrid/Barcelona. Als letzte von Gates Jet Deutschland
verbliebene Langstrecken wurde mit der A330 San Franzisko und Tokio angeflogen, während Gates Jet Chicago die Linie
Chicago/Frankfurt bediente.
Innerdeutsche tägliche Linienflüge waren Hamburg, Leipzig und München. Für Berlin bekam die Gesellschaft tasächlich keinen
Slot. Europäische tägliche Linienflüge waren Mallorca, Amsterdam, Rom, Zürich und Wien. Saisonal oder unregelmässig standen
Sommer- oder Winterziele wie zum Beispiel Rimini, Split, Ljubljana oder Innsbruck auf dem Flugplan. Nach nur knapp 15
Monaten gab Gates Jet bekannt, dass die Gesellschaft wieder zur Homebase Stuttgart zurückkehren wird.
2021
Mitten in Corona befliegt Gates Jet Deutschland von Frankfurt aus San Franzisko und Tokio, und viele neue Ziele im Raum
Deutschland, Österreich, nördlicher Balkan, Italien oder auch nach Amsterdam, London oder Paris. Aufgrund der coronabedingten
Reduzierungen des Pools werden diese Linien jedoch nur bis Mitte 2022 angeboten und dann wieder eingestellt. Zudem werden über
20 europäische Querverkehre aufgebaut (z.B. Paris - Chanbery, München - Wien oder Oslo - Stockholm), von denen einige später
Coronoa "überleben" werden.
2022
Im Verlauf des Jahres 2022 ging Gates Jet Chicago für die prestigeträchtige aber auch wichtige Langstrecke (Ziele: Tokio,
Honolulu, Peking, Bangkok und Sydney) mit den beiden im Pool verbliebenen B747-800, sowie zwei Boing 767-400 ER für die Linie nach
Frankfurt an den Start. Für die US-Mittelstrecke sind je drei Boing 787 und 777 und zehn Boing 767 im Pool. Für die kürzeren
US-Linien fliegen fünfzehn Boing 737 und vier Learjets sind für Charterflüge vorgesehen. Zwei der Learjets wurden im November
2022 dafür extra von der Homebase aus Deutschland überführt. Die Gesellschaft konzentriert sich aktuell auf die bewährten Linien aus
Gründerzeiten und verzichtet weitgehend auf Querverkehre zwischen anderen amerikanischen Flughäfen. Ausnahmen sind hier
New York -> Miami, L.A. -> S.F. und New York -> Washington.
Am 11. September 2022 fliegt ein Gatesjet-A319 von Split aus kommend, letztmals planmässig die Basis Frankfurt an. 75 Prozent
der Flugzeuge aus dem Pool waren zu diesem Zeitpunkt entweder dauerhaft geparkt, verkauft, Leasing vorzeitig beedent oder wurden
der Verschrottung zugeführt bzw. als Ersatzteilspender ausgewiesen. Corona hatte voll zugeschlagen.
Ab 12. September 2022 ist Gatesjet somit wieder in Stuttgart zu Hause. Eine B767 steuert weiterhin täglich
Frankfurt von Chicago O`Hare aus an und ab dem Sommer 2023 geht ein A330 unter der Woche von Stuttgart aus nach Atlanta
und zurück.
Zwischenfall 17. Dezember 2022
Am 17. Dezember 2022 stürzt eine A320 direkt nach dem Start in Kopenhagen (Ziel Stuttgart, GJ 1500) aus bisher noch unbekannten
Gründen in das Meer. Alle 98 Personen an Bord sterben.
2023
Stuttgart startet innerdeutsch 2023 mit täglichen Flügen nach Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie mit drei weiteren
Linien: München/Frankfurt, Köln/Berlin und München/Hamburg. Unregelmässige innerdeutsche Ziele sind Bremen, Dresden,
Düsseldorf, Friedrichshafen, Memmeingen und Münster und ab 1. Dezember 2023 zusätzlich Kassel, Köln, Dortmund und Leipzig.
Die saisonalen Sommer- und Winterziele werden im Flugplan bleiben, erweitert, geändert. Losgelöst von der Base Stuttgart
fliegt Gates Jet in Deutschland die Linien München/Frankfurt, München/Hamburg, München/Düsseldorf, Köln/Berlin, Berlin/Hamburg
und sommersaisonal Berlin/Rönne, Berlin/Heringsburg, Hamburg/Sylt und Hamburg/Borkum.
Tägliche europäische Ziele sind Paris, London, Amsterdam, Zürich, Palma de Mallorca und Wien. Unregelmässig oder auch nur
saisonale Ziele sind Barcelona, Brüssel, Kopenhagen, Rom, Dublin, Venedig, Prag, Belgrad, Athen, Istanbul. Gates Jet fliegt
zudem europäische Querverkehre darunter Berlin/Prag, München/Prag, Köln/Strassburg, Köln/Warschau, Bozen/Lugano, Zürich/Mailand
oder Wien/Innsbruck. Mittelstrecken ähnliche Ziele sind Alta/Nordkap (zur Weihnachtszeit), Gran Canaria, Madeira, Kairo und
Antalya. Zu der bestehenden Langstrecke Frankfurt/Chicago (B767) und Stuttgart/Atlanta wurden ab Januar 2024 die Strecken
Stuttgart/Kathmandu und Stuttgart/Johannesburg in Betrieb genommen (A330-900).
Zwischenfall 28. April 2023
Am 28. April 2023 fällt bei schlechtesten Wetter und Sichtbedingungen in einem A318 Flug GJ 2135 (Stuttgart nach Münster)
das komplette ILS-System aus. Nach vier vergeblichen Anflügen sinkt die Maschine schließlich unter die Wolkendecke und landet
mit 25 Minuten Verspätung sicher.
Zwischenfall 17. Juni 2023
Am 17. Juni 2023 muss ein A330-900 auf dem Flug von Stuttgart nach Antalya (Flug GJ 2599) nach 1 Stunde 28 Minuten Flugzeit auf
dem internationalen Flughafen von Sofia notlanden, da beide Triebwerke ausgefallen waren. Als sofortige Konsequenz
nimmt Gates Jet alle drei A330 aus dem Pool heraus zur Überprüfung. Die Atlanta-Linie wurde daher temporär bis zum
30. Juli 2023 mit zwei B767 von der Tochter aus Chicago betrieben.
Zwischenfall 6. Januar 2024
Am 6. Januar 2024 sinkt ein A320neo auf dem Flug von London nach Inverness (Flug GJ 5315) von den Piloten unbemerkt und bei
gutem Wetter von der Reiseflughöhe 34.000 FT auf bis 4.500 FT. Erst im letzten Moment bemerkt dies der Kapitän, fängt das
Flugzeug ab und bringt es wieder auf die geplante Reiseflughöhe. Sowohl für die beiden Piloten als auch für zwei Fluglotsen
aus Manchester war dies der letzte Arbeitstag in der Branche.
2024
Ab dem 1. Januar 2024 führt GJ-Chicago den gleichen roten Firmenschriftzug und das GJ-Logo am Heck für neu eingeschiffte
Flugzeuge ein. Zudem wird der aktuell schwachen Lieferperformance von Boing dahingehend Rechnung getragen, dass nagelneue
A320neo, A321neo und A330-900 in den Pool (als Neukäufe, aber auch über Leasing) aufgenommen werden. Ebenfalls werden für das
Jahr 2024 viele neue Kurz- und Mittelstreckenziele ab Chicago eingeführt. Die alten Linien sowie die noch bestehenden
US-Querverkehre bleiben im Flugplan.
Zum Jahresbeginn wird die Langsstrecke Stuttgart wieder komplett nach Frankfurt zurück verlagert. Geflogen wird mit dem
einen A380-800 (dieses Jahr reaktiviert), den beiden A350-1000, dem A340-300 (dieses Jahr reaktiviert) und je nach Bedarf mit
einem der drei A330-900. Ziele sind Atlanta, Johannesburg, Kathmandu, Chicago, Los Angeles und Peking.
Gates Jet Stuttgart bietet Charterverkehr zu vielen Zielen in Europa an und etabliert 2024 ein innereuropäisches
Linienflugnetz mit den Knotenpunkten Rom, Paris, London, Wien, Belgrad, Athen und Kopenhagen. Diese Knotenpunkte sind
zumeist mit der Basis Stuttgart verknüpft und/oder selbst miteinander verbunden. Innerhalb dieser Knoten werden regionalen
Landesziele (z.B. Rom nach Mailand, Wien nach Innsbruck, London nach Edingburgh, Athen nach Heraklion) bedient.
Innerdeutsch werden von Stuttgart aus täglich Berlin, Hamburg, Frankfurt und München angeflogen, unregelmässige Ziele (vor
allem für Wochenendpendler) sind Bremen, Dresden, Hannover, Kassel, Köln, Leipzig, Münster.
In der Wintersaison stehen unregelmässig Chambéry, Innsbruck, Klagenfurt, Ljubljana, Lugano und Lyon auf dem Plan,
zusärtliche Sommerziele sind Bologna, Lamezia Terme, Rimini, Split und neu ab 2024 Kos. Zudem fliegt Gates Jet die
äußerst beliebte Linie Dortmund/Rimini.
Ab dem Sommer 2024 betreibt Gates Jet wieder mit einer ER J170 die "Balearen-Linie" Barcelona/Ibiza/Mallorca/Menorca.
Die Europaflüge sind komplett aktiviert und werden mit A320, A220 und A319 beflogen. Die Euro-Knoten Wien, Paris, Rom, London,
Kopenhagen, Athen und Belgrad sind mit der Base Stuttgart und weitgehend auch untereinander vernetzt und bedienen von den
Knoten aus regionale Ziele (in Summe seit Start der Verbindungen 73 Linien, ohne Stuttgart).
15 neue A220 werden in den Germany-Pool aufgenommen, einhergehend damit die weitgehende Ausflottung der ERJ 170, die nur noch
auf einigen österreichischen Knoten-Linien und auf der Linie Lugano nach Bozen fliegen.
Interieur, Essen und Klassen sind auf allen Euro-Fliegern standardisiert. First-Class wird nur auf dem A380 und dem A340
angeboten, BC zusätzlich auf dem A350 und den A330, in A321 abwärts gibt es die Eco First, Eco plus und Eco.
2025
Gates Jet baut zwei der älteren A319 Flieger, sowie einen A320ceo um und fliegt damit unter der Gruppe "Star Alliance".
Nach nur zwei Jahren Einsatz werden die neuen ATR 72-600 Flieger von Berlin abgezogen und nur noch für die Strecken Hamburg nach
Westerland und Borkum sowie analog zu den ERJ 170 Fliegern im Bereich Wien eingesetzt. Alle zwölf ERJ 170 flieger kommen somit
ab sofort in den Netzen Rom, Wien und Belgrad zum Einsatz. Die Welttour von Stuttgart startend wird wieder mit dem A330-900
durchgeführt, seit diesem Jahr wird aber keine Sonderlackierung (z.B. "Welttour `24") mehr am Flieger angebracht.
In diesem Sommer/Herbst 2025 werden als weitere Städte Madrid und Zürich etabliert. Die Balearenlinie wird eingestellt und im
Rahmen des Madrid-Netzes die Linie Barcelona -> Mallorca neu aufgenommen. Madrid wird international mit Stuttgart, Paris, Rom
und London verknüpft, national wird Barcelona, Bilbao, Vigo, Valencia, Malaga und Cordoba angeflogen. Zürich wird zusätzlich zu
Stuttgart und Mailand mit Frankfurt, Genf, Bern, St. Gallen und Basel verbunden.
Gates Jet kündigt zudem an, dass zum 31. Dezember 2025 viele nationale und internationale "Hilfslinien" (Balearen, Kanaren,
norddeutsche Inselverkehre, Fernost) sowie Angebote von Rundflügen mit kleinen gecharterten Fremdmaschinen komplett
eingestellt werden.
Zwischenfall 5. September 2025
Um 16.04 Uhr stürzt kurz nach dem Start (1 Minuten und 4 Sekunden Flugzeit) der A319-Flug GJ 9006 von Prag Ruzyne nach München
ab. Alle 68 Passagiere und alle fünf Besatzungsmitglieder kommen dabei um`s Leben. Kurz vor dem Start wurde die Startbahn von
06 auf 24 geändert. Mit verfrühtem Einschalten des nicht darauf abgestimmten Autopiloten machte der Flieger eine komplette
Seitendrehung und stürzte aufgrund der noch zu geringen Geschwindigkeit auf ein Feld bei Unho^st.
Im Spätsommer wird - analog zu den bestehenden europäischen Hauptstadtverbindungen - Berlin weiter ausgebaut. Zu den
nationalen Linien Stuttgart, Hamburg und Köln kommen Frankfurt, München, Bremen, Düsseldorf und Hannover dazu (A319 und A220).
International werden mit A320neo und ceo die Metropolen Paris, London, Rom und Wien aufgebaut. Zudem werden die Flüge nach
Antalya, Madeira Funchal und Gran Canaria ab dem 1. September nun auch ganzjährig von Frankfurt aus angeboten.
2026
In der ersten Jahreshälfte 2026 werden sowohl in Chicago als auch in Europa diverse Anpassungen bezüglich Flugzeugpool,
Komfortklassen, Lackierungen, Angebote und Verbindungen durchgeführt:
Chicago:
Die Learjets und die letzten verbliebenen Kleinflugzeuge sowie die Boings 747 und die letzten 757 werden ausgeflottet, es
finden keine Charterflüge mehr statt. Geflogen wird nur noch mit Boing 737, 767, 777 und 787 sowie mit Airbus A320, A321 und
A350. In den 737, A320 und A321 gibt es zwei Komfortklassen: Eco und Ecoplus, alle ohne Monitore am Platz, Ecoplus hat etwas
mehr Fussraum und einen besseren Service und wird durch eine verschiebbare Wand abgetrennt. Die A321 haben in der Eco zusätzlich
mittig noch eine fest eingebaute Trennwand. 767, 777 und 787 haben zusätzlich Businessclass an Bord, im A350 gibt es zusätzlich
zur Businessclass acht FirstClass-Sitze. Neu eingeflottete Flieger bekommen den orangenen GATESJET Titel vorne rechts und links,
sowie am Heck das GJ mit den 5 Sternen und sind ansonsten komplett in weiß gehalten. Es existieren nur noch drei B767 mit
blauem Fensterband.
Angebote: Die Frachtsparte ist komplett eingestellt, auch im bereich Sub. Chicago bietet US Kurz- und
Mittelstrecke, sowie einige - hauptsächliche europäische Langstrecken von Chicago aus an: Frankfurt, Paris, London, Honolulu.
Anfang Februar 2026 wird einer der beiden A340-300 von Teruel nach Frankfurt und von dort nach Chicago zur dortigen Neueinflottung
geflogen. Passagiere sind bei diesen beiden Flügen keine an Bord. Die Lackierung verbleibt im "Europarot", das Flugzeug hat
First Class, Businessclass, Eco plus und Eco und ist eigentlioh auf Langstrecke ausgelegt. Alle Sitze haben Bildschirme. Da dieser
Flieger "hauptamtlich" Mittelstrecke fliegen wird, wird die First in Chicago ausgebaut und durch weitere Business ersetzt, alle
Ecos werden auf einen einheitlichen Standard gebracht, die alte Business etwas verkleinert.
Deutschland:
Die beiden Chessnas Citations verbleiben für Charterflüge in Stuttgart. Die A380 sowie die beiden A340 werden im Januar 2026
ausgeflottet und nach Teruel verbracht, wobei einer der A340 bereits im Februar 2026 nach Chicago zur dortigen Wiedereinflottung
geflogen wird. Der Pool an A350 wird von eins auf drei erhöht, ebenso der Pool an A330 von drei auf sechs. Dies in der Hauptsache
für Lang- und Mittelstrecke ab Frankfurt (seit 2025 nicht mehr ab Stuttgart). So wird in Europa nunmehr mit A350, A330
(Lang- und Mittelstrecke), A321, A320, A319, A220, ERJ170 und ATR 72-600 geflogen.
Der A350 fliegt vierklassig (First, Business, Eco plus, Eco) und alle Sitze haben einen Monitor. Die A330 besitzt Business, Eco first und Eco
(alle Sitze mit Monitor), A321 besitzt Eco first und Eco und ebenfalls alle Plätze mit Monitor bestückt. A320neo besitzt Eco
first mit Monitoren und Eco, alle anderen Flugzeugtypen sind reine Eco-Flugzeuge ohne Monitore am Platz, wobei die A319er noch
im vorderen Viertel flexibel räumlich abgetrennt werden können. Die Lackierung bleibt europäisch: Rot mit Zeichen am Heckflügel.
Streckennetz: Ab Homebase Stuttgart regionel täglich Frankfurt, München, Berlin, Hamburg, weitere elf Ziele unregelmässig oder nur
als Pendlerflug am Wochenende. Internationale Kurzstrecke täglich Zürich, Rom, Amsterdam, London, Paris, Wien weitere zehn
Ziele unregelmässig oder nur am Wochenende. 15 Sommer- und 13 Winterziele, wobei hier einige Mittelstreckenziele ganzjährig aber
unregelmässig angeflogen werden: Madeira, Kairo, Gran Canaria. Palma de Mallorca wird nahezu täglich beflogen. Zudem bekommt Berlin
neue innerdeutsche Ziele (in Summe somit acht) u.a. München, Frankfurt, Düsseldorf. Die Flüge im deutschen Inselgebiet (Harle,
Westerland, Pellworm) werden eingestellt bzw. in den Charterpool übernommen. Die Langstrecke (Chicago, Los Angeles, San Franzisco,
Peking, Tokio, Atlanta, Johannesburg und Kathmandu) wird nur noch ab Frankfurt bedient. Zudem betreibt GatesJet weiterhin das
breite europäische Zusatznetz (Wien, Zürich, Paris, Rom, London, Madrid, Kopenhagen, Athen, Belgrad) sowie einige
Sonder-Querverkehrverbindungen wie zum Beispiel Mailand/Zürich, Wien/Lugano oder Barcelona/Mallorca. Die Engegements/Kooperationen
auf den Balearen, den Canaren oder auch in Fernorst (z.B. Kathmandu/Lukla oder Paro) werden komplett eingestellt und auf maximal
Charter mit Fremdflugzeugen umgestellt. Der Jahres-Welt-Flieger startet und endet nach wie vor in Stuttgart und wird wieder
regelmässig mit einem eigens dazu in Finkenwerder umgebauten A330 durchgeführt.
Sonstige Informationen
Flugzeugpool
Chicago: Im Gegensatz zur deutschen Tochter konzentrierte sich Chicago bis Anfang 2024 fast nur auf Boing-Flugzeuge.
Doch am Anfang stand ein Learjet35 und eine handvoll verschiedener Cessnas. Im Oktober 1988 kamen die ersten beiden 737 hinzu,
ab 1992 die 767-Flieger und 2001 machte Gates Jet mit der 747 den Schritt zu einer großen Fluggesellschaft. Zwischen 2001 und 2009
waren zudem auch einige A320 und ein A321 im Einsatz. 2005 hatte Gates Jet alle wichtigen Boing-Maschinen: 737, 757, 767, 777,
787 und 747 sowie einige Embraer ERJ 170 und ERJ 190, einige Dash8 und für die Frachtfliegerei umgebaute MD11 und 747-Flieger.
Ähnlich wie in Deutschland kam es durch Corona durch eine massive Bereinigung des Flugplanes und somit der Flugzeuge.
2022/2023 fliegt Gates Jet mit einer deutlich verringerten Menge an 747-800, 777 und 787-Fliegern und einer ungefähr gleich
hoch gebliebenen Anzahl an 767ern. Das nähere Inland wird mit einer ebenfalls zusammengestutzen 737er-Flotte bedient.
Ab Januar 2024 kommen erstmals in der US-Firmengeschichte Airbus A320, A321 und A330 in den Pool. Ab 2025 fliegt Gates Jet
Chicago die nationalen Kurzstrecken mit B737, A320 und A321, die Mittelstrecken mit A330 und B767, die Langsrecken mit B777,
B787 und B747. Für den Charter stehen in Chicago noch einige LJ bereit.
Deutschland: Gates Jet Deutschland startete mit einem A310, mehreren A319 und A320, mit zwei Dash8 und für den Charter mit diversen
Cessnas und zwei Learjets. Mit diesem Pool kam die Gesellschaft eine ganze Weile lang gut aus. 2013 kamen zwei A340 und
2014 für die größere Frachtfliegerei drei MD11-Maschinen dazu. Ab 2015 explodierte der "Fuhrpark" ob des auch sehr großen und
vielschichtigen Flugplanes zu einem letztlich viel zu großen und somit auch viel zu teuren Flickenteppich an verschiedenen
Flugzeugtypen. Neben der fast gesamten Palette an Airbus-Fliegern (A318, A319, A320, A321, A330, A340, A350 ab 2016, A380)
und B737, B767, B787 und B747 setzte die Gesellschaft die Foccer 100, Embraer ERJ170 und ERJ190 und sogar noch ein paar mal
DC10 (1) und einen Museums-Sonderflieger DC3 ein. Zudem wurden nahezu die kompletten Möglichkeiten der Turboprops eingesetzt:
Dash 8, Foccer 70, oder ATR 42 sowie für Charter- oder Sonderflüge (z.B. im Rahmen der Welttouren für Kathmandu nach Lukla)
die DO 228, KingAir 350, Saab 340B, TwinOtter, Beach Baron 58, Mooney Bravo, Cessna 500X, Cessna C172P und natürlich die
Learjets. 2016/2017 setzte die Gesellschaft zudem den "Jumbolino" BAe 146 für Deutschland- und kürzere europäische Flüge ein.
Durch Corona gab es einen wichtigen Selbstreinigungsprozess: 2022/2023 ist Gates Jet Deutschland nur noch mit folgenden
Maschinen unterwegs: A318 (Leasing über Air France), A319, A320, A321, A330, Embraer ERJ 170, ATR 72-600, Cessna-Citation CJ4
(die Learjets wurden komplett nach Chicago überführt), Cirrus SR 22. Für die Welttour 2023 wurde erstmals eine B767-600
eingesetzt und für den Sommerflugplan 2023 (Charter) wurden je eine King Air 350 und Cessna 152 angemietet. Geplant für
die Zukunft ist der Kauf und das Leasing von mindestens 20 neuen A220. Die Hälfte davon mit kompletter Bildschirm-Bestückung
auf allen Plätzen.
Der Pool in Deutschland setzt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt zusammen: 3x A330, 3x A321, 18x A320, 15x A319, 5x Embraer ERJ 170,
3x ATR 72-600, 2x Cessna Citation CJ4. Zudem geleast: 2x A318, 1x King Air 350, 1x Cirrus SR22 und 1x Cessna 152.
Zum 31. Dezember 2023 laufen die Leasingverträge der beiden A318 aus. Sie werden Air France zurückgegeben und im spanischen
Teruel (LETL) abgestellt.
2024 wurde zudem wieder der A380, der A350, sowie die beiden A340 eingeflottet und für die Langstrecke benutzt. Daneben
hatte Gates Jet Deutschland 2025 im Einsatz: A220, A319, A320, A321, A330, ATR72-600, die beiden Cessna Citations sowie einige
Embraer ERJ 170 (nur in Österreich und in der Schweiz).
Lackierungen
Chicago: Von der Firmengründung bis zum heutigen Tage hat Gates Jet Chicago an seiner generellen Lackierung quasi nichts verändert:
Der Flugzeugkörper ist in weiß/ocker gehalten, das komplette Fensterband in halitblau, in organge der Schriftzug Gatesjet (in
Arial) und bei allen Fliegern die Flugzeugtypbezeichnung selber am Heckflügel. Sonderlackierung gab es bis zum heutigen Tage
keine. Der Schriftzug "Gatesjet" wurde ab 2018 Schritt für Schritt in "Gates Jet" verändert. Ab 1. Januar 2024 werden neue
in den Pool aufgenommene Flieger - analog zur deutschen Tochter in Stuttgart - bewußt schlicht in weiß gehalten, bekommen
den gleichen roten Firmenschriftzug und das Heck wird nur noch das GJ-Logo mit den fünf roten Sternern zieren.
Deutschland: Bis 2018 orientierte sich Gates Jet an die Lackierungsvorgaben der amerikanischen Schwester: Der Flugzeugkörper war weiß/ocker
gehalten, das komplette Fensterband in halitblau, in organge der Schriftzug "Gatesjet" in Schriftart Arial und bei allen
Fliegern (von der Cessna bis zum A380) die Flugzeugtypbezeichnung selber am Heckflügel. Ab 2019, als Gates Jet Deutschland
auch keine Boings mehr im Pool hatte, wurden die Flugzeuge komplett in Weiß gehalten und das blaue Fensterband verschwand
nach und nach und der Schriftzug "Gates Jet" wechselte zu rot. Ab dem 24. Juli 2020 wurde der Schriftzug "Gates Jet" auf die
Schriftart "Nasalization" umgestellt und die Heckflügellackierungen mit dem GJ-Logo mit fünf Sternen installiert. An den
Winglett-Innenseiten, wo möglich, wurde der Schriftzug Gates Jet angebracht, was jedoch 18 Monate später wieder eingestellt
und schließlich komplett rückgängig gemacht wurde. Die einzige Sonderlackierung hier: Der "Weltumrundingsflieger" bekommt
temporär als Beispiel den Schriftzug "Welttour "23" hinzugefügt.
Service- und Konfortklassen
Chicago: Seit Einführung von größeren Passagiermaschinen mit den ersten Boing 737-Maschinen pflegt Gatesjet Chicago die sogenannte
"3-KLassen-Gesellschaft". Eco, Business, First. Wobei es FirstClass nur ab den Boing767 und größer gab. Auf Mittel- und
Langstrecken hat jeder Platz seinen eigenen Monitor, auf kurzen Mittel- und der Kurzstrecke gibt es die Monitore nur
über den Gängen im ausgewählten Abstand. Großen Wert legt die Gesellschaft seit jeher auf sehr gutes Essen, Verpflegung und
Service an Bord. Im Flughafen Chicago O`Hare wurde erst 2005 eine eigene GatesJer Business- und FirstClass-Lounge eröffnet.
Zuvor gab es ledigleich Kooperationen mit anderen Fluggesellschaften.
2025 fliegt Gates Jet Chicago in der Kurzstrecke nur noch Eco, ohne Monitore oder besonderem Service. Auf der Mittelstrecke
sind Drei- oder vierklassensysteme unterwegs: Eco, Eco plus, Eco first und die Business (mit Monitoren). Diese Einteilungen
gibt es auch auf der Langstrecke, aber zusätzlich mit FirstClass und alle Sitze haben einen Monitor.
Deutschland: Bis Anfang 2000 gab es bei Gates Jet Deutschland eine relativ schlichte Einteilung der Konfortklassen. Business und Eco.
Ebenso schlicht war die Bordverpflegung und die Unterhaltungselektronik. Dies wandelte sich erst mit dem Aufkommen der
großen Flieger wie A380, A340 oder die 747 in der eigenen Flotte. In der Hochzeit konnte es auf einem Flieger bis zu fünf
verschiedene Komfortklassen geben. Das ganze Konstrukt wurde sinnvoll bis zu den kleineren Passagierjets (z.B. Q 800 oder
ERJ 170) heruntergebrochen. Gates Jet flog mit First Class (nur die ganz großen Flieger), Business, EcoFirst, EcoPlus und
Eco. Hochklassiges Essen in Sterneniveau und hochtechnisierte Bordunterhaltung waren Standard. Lang- und Mittelstreckenflieger
hatten an jedem Platz einen Monitor. A321 bis A318 waren in die drei Eco-Komfortklassen eingeteilt. Wobei die EcoFirst
neben mehr Beinfreiheit generell einen Monitor am Platz hatten und mit den Topspeisen versorgt wurden. Die sich im Flieger
anschließende EcoPlus ließ sich räumlich durch die verschiebbare "Vorhangsperre" den Buchungen individuell anpassen. Nach
Corona fuhr Gates Jet diesen hohen Standard wesentlich zurück. Die A330iger haben Business und normale Eco, wobei hier alle
Plätze einen Monitor bekommen haben, die Speisen in der Business sind gehoben und können in der Eco seperat vorbestellt
werden. Alle anderen Flieger haben EcoPlus und Ecositze und besitzen keine Monitore am Platz. Die Plus kann ebenfalls räumlich
frei eingeteilt werden, da die Sitze alle den gleichen Beinabstand besitzen. Unterschied zur Eco ist besserer Service und
hochwertigere Speisen. Ab Herbst 2023 werden die relativ neuen A321 Neos dadurch aufgewertet, dass es an jedem Platz einen
Monitor gibt und die ersten vier Reihen der EcoFirst aufgehübscht und wieder mit mehr Beinfreiheit versehen wird
(Umbauten finden in HH-Finkenwerder statt und waren schon im Oktober 2023 abgeschlossen). Lediglich in Frankfurt betreibt
Gatesjet (seit 2005) in Kooperation mit der Lufthansa eine Business- und FirstClass-Lounge. Im letzten Quartal 2025 wurden
die neueren A320neo in der Eco First (Reihen 1-4) ebenfalls wieder dahingehend umgebaut, dass es an jedem Platz einen Monitor
und mehr Beinfreiheit gibt. Die alten A320 und A319 werden nicht dahingehend umgebaut. Und auch in den A220 gibt es diese
Klasse in dieser Form nicht.
Gates Jet und die Eisenbahn
Chicago: Gates Jet Chicago betrieb zwischen 2003 und 2014 mit mehreren Garnituren des Acela (Amtrak) die Strecke New York - Washington mit nur
drei Zwischenhalten in Trenton, Philadelphia, Wilmington und Baltimore. Die Züge erhielten das orangene Gates Jet Logo, die
Lackierung blieb die aus dem Werkszustand. Planungen für die Strecken Chicago - Milwaukee oder Los Angeles - Bakersfield -
San Josè - San Franzisko wurden nach nur wenigen Monaten Einsatz wieder verworfen.
Deutschland: Zwischen 2003 und 2013 prägte sich ein relativ großes Bahn-Streckennetz durch Gates Jet in Deutschland aus. Zum Einsatz
kamen ICE 1, ICE 3, ICE 3M-Züge und einige IC, welche analog zur Bahnlackierung ein blaues Band und das organgene Gates
Jet-Logo als Lackierung trugen. Gefahren wurden die Abschnitte Bremen - Münster, Hannover - Berlin, Hamburg - Berlin,
Aachen - Köln, Köln - Frankfurt und Stuttgart - München. Auf diesen Strecken setzte GatesJet auch Doppelstock-Regionalzüge
ein um die Anzahl der Zwischenstops zu erhöhen.
Gates Jet, Concorde und Co.
Chicago: Von 2014 bis 2018 aktivierte die Gesellschaft noch einmal eine Concorde für Chartflüge. In den USA wurde hier N.Y. nach L.A.
oder San Franzisko geflogen, in Europa wurden von Frankfurt, Stuttgart, London und Paris aus San Franzisko, N.Y., Peking,
Sydney, Moshi und Mataveri angeflogen. Seit dem 1.1.2019 ist die Maschine stillgelegt und wanderte in ein Museum bei
Chicago.
Deutschland: Von 2014 bis 2018 aktivierte die Gesellschaft noch einmal eine Concorde für Chartflüge. In den USA wurde hier N.Y. nach L.A.
oder San Franzisko geflogen, in Europa wurden von Frankfurt, Stuttgart, London und Paris aus San Franzisko, N.Y., Peking,
Sydney, Moshi und Mataveri angeflogen. Seit dem 1.1.2019 ist die Maschine stillgelegt und wanderte in ein Museum bei
Chicago. 2015/2016 flog man einige kurze Europastrecken mit einer DC3, die schließlich aber auch in das Gatesjet-Museum
von Chicago verschifft wurde.
Gates Jet und die großen Krisen
Chicago: Durch 9/11 kam die Gesellschaft relativ gut durch und musste natürlich den erhöhten Sicherheitsanforderungen Rechnung
tragen. Die Wirtschaftskrise von 2009/2010 brachte einen EInbruch von 50 Prozent, was bis 2012 wieder kompensiert werden
konnte. Erste Meldungen über Corona (Dezember 2019) führten schließlich dazu, dass sämtliche Flugzeuge von Gates Jet Chicago
in mehreren Schritten bis zum 12. November 2020 geparkt oder sogar stillgelegt wurden und bis auf ganz wenige Ausnahmen bis auf
Weiteres kein Flugverkehr stattfand. Erst 2022 konnte die Gesellschaft mit einem angepassten und weitaus kleinerem Flugplan
wieder nach und nach in den Regelbetrieb gehen und die ANgebote wieder steigern.
Deutschland: 9/11 und die Wirtschaftskrise von 2009/2010 überstand Gates Jet relativ gut. Erste Meldungen über Corona im Dezember 2019
führten schließlich zu radikale Streichungen von Linien und dem parken, abstossen oder gar verschrotten von Flugzeugen.
Am Ende hielt man während Corona nur noch an den Linien Frankfurt/Berlin, Berlin/London, Frankfurt/Rom und Frankfurt/Istanbul
fest.